Welpen kaufen

Was kostet ein Briard? Anschaffung und monatliche Kosten

Welpenpreis, Erstausstattung, Futter, Tierarzt, Versicherung und Steuer: welche Kosten ein Briard verursacht und wie du sie für dich realistisch berechnest.

Ein Briard-Welpe aus kontrollierter Zucht kostet einen niedrigen bis mittleren vierstelligen Betrag. Das ist aber nur der Anfang: Über ein Hundeleben von zehn Jahren und mehr übersteigen die laufenden Kosten den Kaufpreis um ein Vielfaches. Dieser Artikel zeigt alle Posten, wovon ihre Höhe abhängt und wie du dein eigenes Budget aufstellst, ohne dich auf Pauschalzahlen zu verlassen.

Wie du eine seriöse Zucht findest und worauf du beim Besuch achtest, steht im Bereich Briard-Welpen kaufen.

Warum hier keine Pauschalsumme steht

Viele Ratgeber nennen eine feste Zahl pro Monat. Für einen Briard wäre das irreführend. Die Hundesteuer kann sich zwischen zwei Nachbargemeinden deutlich unterscheiden, beim Futter liegen zwischen einfachem Trockenfutter und Barf große Abstände, und ob du eine Krankenversicherung abschließt, verändert die Rechnung grundlegend. Sinnvoller ist es, die Posten einzeln mit deinen eigenen Zahlen zu füllen.

Einmalige Kosten

Posten Was dazugehört Wovon der Preis abhängt
Welpe Kaufpreis inklusive Chip, erster Impfung, Entwurmung, Heimtierausweis, Ahnentafel Zucht, Region, Nachfrage
Erstausstattung Halsband oder Geschirr, Leinen, Schleppleine, Näpfe, Liegeplatz, Spielzeug Qualität, ob du mitwächst oder neu kaufst
Transport Transportbox oder Kofferraumgitter für einen großen Hund Auto, Größe der Box
Fellpflege Zupfbürste, grober Kamm, Krallenzange, Pflegespray Markenqualität
Welpenschutz zu Hause Treppengitter, Kabelschutz, rutschfeste Teppiche Wohnung
Grundimmunisierung weitere Impftermine im Welpenalter Tierarztpraxis, Gebührenordnung
Welpen- und Junghundekurse Gruppenstunden, eventuell Einzeltraining Hundeschule, Region

Bei einem großen Hund lohnt sich bei Geschirr und Halsband oft gute Qualität, die verstellbar ist. Ein Briard wächst im ersten Jahr mehrmals aus seiner Ausrüstung heraus, eine zweite oder dritte Runde gehört deshalb realistisch dazu.

Welpe aus dem Tierschutz

Ein erwachsener Briard aus einem Tierheim oder einer Notvermittlung kostet eine Schutzgebühr, die jede Organisation selbst festlegt. Sie ist meist deutlich niedriger als ein Welpenpreis. Die laufenden Kosten sind dieselben, bei älteren Hunden kommen unter Umständen Behandlungskosten für bekannte Erkrankungen hinzu.

Laufende Kosten

Posten Rhythmus Wovon die Höhe abhängt
Futter monatlich Futterart, Qualität, Gewicht und Aktivität des Hundes
Hundesteuer jährlich Satzung deiner Gemeinde
Haftpflichtversicherung jährlich Deckungssumme, Selbstbeteiligung, Anbieter
Kranken- oder OP-Versicherung monatlich (optional) Alter bei Abschluss, Leistungsumfang
Vorsorge jährlich Impfungen, Check, Wurmkuren, Parasitenschutz
Kauartikel, Leckerlis monatlich Art und Menge
Verschleiß laufend Leinen, Spielzeug, Liegeplatz, Pflegewerkzeug
Hundesport, Training monatlich (optional) Verein, Kurs, Turniergebühren
Betreuung nach Bedarf Hundesitter, Hundepension im Urlaub

Futter

Ein erwachsener Briard wiegt meist grob zwischen 30 und 40 kg. Bei diesem Gewicht ist Futter der größte regelmäßige Posten. Rechne mit deiner tatsächlichen Tagesration: Packungspreis geteilt durch die Zahl der Tage, die eine Packung reicht, mal 30. Leckerlis und Kauartikel gehören dazu. Wie viel ein Briard frisst, erklärt der Bereich Ernährung.

Tierarzt

Tierärztliche Leistungen werden in Deutschland nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) abgerechnet. Mit der Neufassung, die im November 2022 in Kraft getreten ist, sind viele Leistungen teurer geworden. Bei großen Hunden kommen gewichtsabhängige Kosten für Medikamente und Narkosen hinzu. Neben der Routinevorsorge solltest du Rücklagen bilden, denn eine Notoperation, etwa bei einer Magendrehung, kann schnell eine hohe Rechnung bedeuten. Welche Gesundheitsthemen beim Briard wichtig sind, zeigt der Bereich Gesundheit.

Versicherungen

Die Haftpflichtversicherung ist in mehreren Bundesländern für alle Hunde vorgeschrieben, in anderen nur für große oder als gefährlich eingestufte Hunde. Ein Briard überschreitet die in einigen Landesgesetzen genannten Größen- oder Gewichtsgrenzen. Auch ohne Pflicht ist sie sinnvoll.

Eine OP-Versicherung übernimmt Kosten für Operationen, eine Krankenvollversicherung zusätzlich ambulante Behandlungen. Wichtig beim Vergleich:

  • Wartezeiten nach Abschluss
  • Selbstbeteiligung pro Fall oder pro Jahr
  • Jahreshöchstleistung und Erstattungssatz nach GOT
  • Ausschlüsse für erbliche Erkrankungen wie HD
  • Beitragsentwicklung mit steigendem Alter
  • Höchstalter für den Abschluss

Je früher du abschließt, desto weniger Vorerkrankungen sind ausgeschlossen.

Hundesteuer

Die Hundesteuer legt jede Gemeinde in ihrer Satzung selbst fest. Den Satz findest du auf der Website deiner Stadt oder erfragst ihn beim Steueramt. Melde deinen Hund innerhalb der Frist an, die die Satzung vorgibt.

Fellpflege

Ein Briard braucht kein regelmäßiges Scheren, aber intensive Bürstenpflege. Wer das selbst übernimmt, zahlt vor allem für gutes Werkzeug. Wer gelegentlich einen Hundesalon mit Erfahrung bei Langhaarrassen nutzt, sollte das einplanen. Für große, langhaarige Hunde liegen die Preise dort meist über denen für kleine Rassen.

Kosten, die oft vergessen werden

Neben den bekannten Posten tauchen im Alltag Ausgaben auf, an die beim Kauf kaum jemand denkt:

  • Reinigung: Ein langhaariger Hund bringt Sand, Laub und Wasser ins Haus. Robuste Decken, Autoschondecken und ein guter Staubsauger zahlen sich aus.
  • Auto: Nicht jeder Kofferraum fasst eine Box für einen großen Hund. Manche Halter wechseln deshalb sogar das Fahrzeug.
  • Reisen: Für Auslandsreisen braucht der Hund einen EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung, manche Länder verlangen mehr. Ferienwohnungen und Hotels berechnen oft Aufpreise.
  • Schäden: Zerkaute Möbel oder Kratzer an Türen in der Mietwohnung trägst du selbst, nicht jede Haftpflicht deckt Mietsachschäden ab.

Kosten im Lauf eines Hundelebens

Die Ausgaben verteilen sich nicht gleichmäßig über die Jahre. Wer das weiß, plant entspannter.

  • Das erste Jahr ist am teuersten: Kaufpreis, Erstausstattung, mitwachsende Geschirre, mehrere Impftermine, Welpen- und Junghundekurse und oft auch Lehrgeld in Form von zerkautem Spielzeug oder Möbeln.
  • Die mittleren Jahre sind meist am besten planbar. Futter, Steuer, Versicherung und Vorsorge bleiben ähnlich, solange keine Erkrankung dazukommt.
  • Das Seniorenalter bringt häufigere Tierarztbesuche, Blutuntersuchungen, eventuell Dauermedikamente gegen Gelenkschmerzen, Spezialfutter und Hilfsmittel wie rutschfeste Matten oder eine Rampe fürs Auto. Krankenversicherungen werden mit dem Alter oft teurer.

Eine Rücklage, die du in den gesunden Jahren aufbaust, fängt diese späteren Kosten am besten ab. Denk auch an Urlaube: Ein großer Hund kommt nicht überall mit, Betreuung oder Pension kosten extra.

Dein Budget in vier Schritten

  1. Feste Jahreskosten sammeln: Hundesteuer, Haftpflicht, eventuell Krankenversicherung, Vorsorge. Summe durch zwölf teilen.
  2. Monatliche Kosten eintragen: Futter, Leckerlis, Training, Verschleiß.
  3. Rücklage festlegen: einen festen Monatsbetrag für unvorhergesehene Tierarztkosten, besonders wenn du keine Krankenversicherung hast.
  4. Nach drei Monaten prüfen: Stimmen die geschätzten Werte mit den tatsächlichen Ausgaben überein? Dann anpassen.

Für diese Rechnung gibt es eine kostenlose Vorlage: den Kostenplaner unter den Excel-Vorlagen für Hundehalter. Er wertet deine Ausgaben nach Kategorie aus und zeigt, wo das Geld tatsächlich hingeht.

Wo du sparen kannst und wo nicht

Sparen kannst du bei Ausstattung, die nicht sicherheitsrelevant ist, bei Spielzeug und bei gebrauchten Dingen wie Transportboxen oder Treppengittern. Auch eine selbst gelernte Fellpflege spart über die Jahre einiges.

Nicht sparen solltest du beim Kaufpreis, wenn der Preis nur durch fehlende Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere günstiger ist. Ein Welpe ohne HD-Befunde und CSNB-Test der Eltern kann später ein Vielfaches an Behandlungskosten verursachen. Ebenso wenig bei Futterqualität im Wachstum, bei der Haftpflicht und bei der Vorsorge.

Quellen

  • Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) in der seit 22.11.2022 geltenden Fassung
  • Landeshundegesetze und Hundesteuersatzungen der Gemeinden (je nach Wohnort)
  • Hinweise des VDH zum Welpenkauf und zur Zucht in Mitgliedsvereinen
Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Wie viel kostet ein Briard-Welpe?
Für einen Welpen aus einer Zucht, die einem VDH-Verein angehört, solltest du mit einem niedrigen bis mittleren vierstelligen Betrag rechnen. Den aktuellen Rahmen erfährst du bei der Welpenvermittlung der Rassevereine. Deutlich günstigere Angebote ohne Ahnentafel und Gesundheitsbefunde der Eltern sind ein Warnsignal.
Was kostet ein Briard im Monat?
Eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht, weil Hundesteuer, Futterart und Versicherung stark schwanken. Rechne die festen Posten (Steuer, Haftpflicht, eventuell Krankenversicherung) auf den Monat um, addiere dein tatsächliches Futter und lege einen festen Betrag für Tierarzt und Notfälle zurück. Ein Kostenplaner hilft dabei.
Brauche ich für einen Briard eine Hundehaftpflicht?
In mehreren Bundesländern ist sie für alle Hunde Pflicht, in anderen hängt die Pflicht von Größe oder Gewicht ab. Unabhängig von der Pflicht ist sie sehr zu empfehlen, weil ein großer Hund bei einem Unfall hohe Schäden verursachen kann, für die du als Halter haftest.
Lohnt sich eine Hundekrankenversicherung?
Das hängt davon ab, ob du eine teure Operation aus Rücklagen bezahlen könntest. Eine OP-Versicherung deckt große Eingriffe wie eine Magendrehung ab, eine Vollversicherung auch Routinebehandlungen. Vergleiche Wartezeiten, Selbstbeteiligung, Leistungsgrenzen und Ausschlüsse, besonders für Vorerkrankungen und erbliche Leiden.

Zuletzt überarbeitet am 26. Oktober 2026 von der Redaktion Briardworld.